Schoko-Maronen-Kuchen ohne Mehl (vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker)

Schoko-Maronen-Kuchen ohne Industriezucker, ohne Mehl, natürlich gesüßt, ohne Ei, vegan, glutenfrei, Maroni, Esskastanien, gesundes Weihnachtsdessert

Es gibt kaum etwas, das mich mehr in Weihnachtsstimmung versetzt als Esskastanien. Ich liebe es, an einem kalten Winterabend durch die Stadt zu schlendern, eine Tüte heißer Maronen in der Hand, die Weihnachtsbeleuchtung über mir. Lange Zeit kannte ich die Edelkastanien auch nur geröstet, gekauft beim Straßenverkäufer gleich vor dem Hauptbahnhof meiner Lieblingsstadt. Wahrscheinlich werden Maronen schon immer im Supermarkt angeboten, mir sind sie dort jedoch erst vor ein paar Jahren aufgefallen. Seitdem nasche ich die Frucht auch gerne zuhause; einfach aus dem Backofen, als Creme, Gebäck oder in Form dieses wunderbaren Schoko-Maronen-Kuchens.

Mit Maronen zu backen, macht einfach Spaß: Die stärkehaltigen kleinen Früchtchen binden den Teig, sind kalorien- und fettarm und sättigen dank der reichlich enthaltenen Ballaststoffe schnell. Zudem schmecken sie nussig und leicht süßlich, das reduziert die Zugabe anderer Süßungsmittel. Wie immer habe ich auch in diesem Rezept keinen weißen Zucker verwendet. Ein paar Datteln und ein veganer Reis(-Kokos)-Drink reichen völlig aus. Denn Reismilch besitzt eine natürliche, starke Süßkraft und eignet sich hervorragend zur Zubereitung vieler Naschereien. Auf Mehl habe ich komplett verzichtet und stattdessen auf Mandeln und Haselnüsse gesetzt, so ist der Maronen-Kuchen glutenfrei.

Das Kuchenrezept ist simpel, allerdings benötigt das Kochen und Schälen der Esskastanien etwas Zeit. Wer die nicht hat, verwendet bereits vorgekochte, vakuumverpackte Maronen und gibt etwa 50-100 ml vegane Milch mehr hinzu.

Zutaten für 8 Stücke (Springform mit 17 cm Durchmesser):
600 g Maronen (oder 400 g bereits gekochte, vakuumverpackte Maronen)
200 ml vegane Reis-Kokos-Milch (oder andere Pflanzenmilch)
eine Prise Vanille

10 g Chia-Samen, gemahlen

50 g Haselnüsse
30 g Mandeln
100 g Datteln
20 g Kakao

etwas Kokosöl zum Fetten der Form
20 g Mandeln, gehackt (zum Bestreuen)

Zubereitung:
Die Esskastanien in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und für circa 30 Minuten ruhen lassen. Dann den Topf auf den Herd stellen, das Wasser erhitzen und die Maronen für etwa 20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Das Wasser abgießen, die Maronen abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Mandeln, Haselnüsse, Kakao und Datteln im Mixer zerkleinern bis eine Art Mehl entsteht. Wer keinen Hochleistungsmixer hat, kann mit bereits gemahlenen Nüssen arbeiten. Die Datteln dann sehr fein hacken.

Die Kastanien schälen und zusammen mit Vanille und Kokos-Reis-Drink im Personal Blender zerkleinern. Ich lasse meinen Mixer immer nur für eine knappe Minute laufen, weil ich gerne ein paar Maronen-Stücke in meinem Kuchen habe. Natürlich könnt ihr aber auch einen glatten Teig verwenden, dann einfach etwas länger mixen. Auch hier ist nicht unbedingt ein Hochleistungsmixer von Nöten: Ein Pürierstab oder ein Karoffelstampfer leisten ebenfalls sehr gute Dienste.

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Die Chia-Samen unter die Maronenmasse heben, den Teig 10 Minuten ruhen lassen. Das Kastanienpüree mit dem Nuss-Mix vermengen. Backpapier in eine runde Springform (Durchmesser: 17 cm) spannen, den Rand mit Kokos-Öl einfetten. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und im Backofen für 35-40 Minuten backen. Abkühlen lassen. Mit gehackten Mandeln dekorieren.

Glutenfrei backen Schoko-Maroni-Kuchen ohne Industriezucker, ohne Mehl, natürlich gesüßt, ohne Ei, vegan, glutenfrei

Nährwerte/Portion:
Kalorien: 233 kcal
Kohlenhydrate: 32 g
Protein: 5 g
Fett: 9 g

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8 Gedanken zu “Schoko-Maronen-Kuchen ohne Mehl (vegan, glutenfrei und ohne Industriezucker)

  1. Der sieht aber toll aus! Auch das Rezept liest sich wieder einmal fabelhaft. 🙂

    Bei mir gibt es demnächst auch einen Maronen-Kuchen auf dem Blog – ich habe zum ersten Mal mit diesen tollen Esskastanien gebacken und kann nur unterschreiben, was du festgestellt hast. Das wird definitiv nicht mein letzter Backtag mit den tollen Kastanien gewesen sein. 🙂

    Liebe Grüße!
    Jenni

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  2. Den möchte ich probieren. Sieht super lecker aus! Ich habe Kastanienmehl daheim. Wieviel müsste ich von dem nehmen? Auch 400gr? Herzlichen Dank für den Tipp.

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    1. Hallo Marlene, mit Mehl habe ich das noch nicht versucht… Am besten tastest du dich einfach langsam ran und gibst das Mehl nach und nach dazu, bis ein glatter Teig entsteht. Wenn du deine Erfahrungen teilen möchtest, freu ich mich über einen Kommentar. Liebe Grüße, Frau Blogsberg

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